Hamm: Innensanierung Glaselefant im Maximilianpark
Projektdaten
Ort:
59071 Hamm, Alter Grenzweg 2 (Maximilianpark Hamm)
Bauherr:
Maximilianpark Hamm GmbH
Gebäudekategorie:
Kulturbau, Ausstellungsgebäude, Veranstaltungsort
Bauvorhaben:
Innensanierung / Umbau im Bestand
Baubeginn:
November 2022
Fertigstellung:
April 2023
Veröffentlichungen:
Wahrzeichen geschlossen: Frischzellenkur für den Glaselefanten im Maxipark (Presse)
Glaselefant im Maxipark Hamm innen umfassend saniert (Presse)
Glaselefant ist runderneuert – Wiedereröffnung mit Ausstellung von Horst Rellecke (Presse)
Mit der Innensanierung des Glaselefanten im Maximilianpark Hamm wurde eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt behutsam weiterentwickelt. Der Glaselefant, ursprünglich als begehbare Industrie- und Kunstskulptur konzipiert, dient seit Jahrzehnten als Ausstellungsort, Veranstaltungsraum und besondere Hochzeitslocation. Ziel der Maßnahme war es, die stark beanspruchte Ausstellungsebene einschließlich Galerie funktional und gestalterisch zu erneuern, ohne den charakteristischen Ausdruck des Bauwerks zu verändern.
Sanierung im Bestand – sensible Weiterentwicklung einer Landmarke
Die äußere Hülle des Glaselefanten blieb unangetastet. Im Fokus stand die Ausstellungsebene mit ihren markanten, organisch geformten Einbauten, die ursprünglich auf den Künstler Horst Rellecke zurückgehen.
Eine besondere Herausforderung stellten die großflächigen Pflanzbereiche dar, die über Jahre hinweg stark gealtert und teilweise nicht mehr funktionsfähig waren. Die geschwungenen Pflanztröge wurden vollständig zurückgebaut, planerisch neu interpretiert und konstruktiv vereinfacht wiederhergestellt. Ziel war es, den ursprünglichen gestalterischen Gedanken aufzunehmen und diesen zeitgemäß weiterzuentwickeln, ohne die charakteristische Formsprache des Innenraums zu verlieren.
Neuer Bodenbelag – robust, industriell, langlebig
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Sanierung war der Austausch des Bodenbelags. Die vorhandene Bodenbeschichtung wies aufgrund der extremen klimatischen Beanspruchung – starke Hitzeentwicklung im Sommer, sehr niedrige Temperaturen in den Nachtstunden und im Winter – erhebliche Rissbildungen auf.
Der neue Bodenbelag wurde speziell auf diese besonderen Anforderungen abgestimmt. Er greift bewusst den industriellen Charakter des Glaselefanten auf, ist farblich im Bereich eines „Elefantengraus“ gehalten und erfüllt zugleich hohe Anforderungen an Dauerhaftigkeit, Belastbarkeit und Pflegeleichtigkeit.
Bauen unter besonderen Bedingungen
Die Sanierung erfolgte unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen. Die Arbeiten fanden allesamt in großer Höhe statt und waren logistisch anspruchsvoll. Hinzu kam ein sehr enger Zeitplan: Der Bauzeitraum war durch bereits geplante Vermietungen und Veranstaltungen klar begrenzt. Zwischen November 2022 und April 2023 musste die Maßnahme vollständig umgesetzt werden, um den Glaselefanten pünktlich wieder für Ausstellungen und Veranstaltungen zur Verfügung stellen zu können.
Erhalt der Nutzung – behutsame Modernisierung
Das Nutzungskonzept blieb unverändert. Der Glaselefant dient weiterhin als Ort für Wechselausstellungen, Veranstaltungen und Trauungen. Die Innensanierung trägt dazu bei, diesen besonderen Raum langfristig nutzbar zu halten und zugleich den ursprünglichen künstlerischen Ansatz respektvoll fortzuschreiben.

